Wissen Rund um die Biene und den Honig.

Die Biene - einer unserer wichtigsten Tiere
BienenwissenHonigwissen

Fakten zu den Bienen:

das Fluggebiet der Bienen Beträgt:

Radius: 3000.00 Meter | 3.00 Km | 1.86 Meilen | 9843 Füße

Kreisfläche: 28274333.88 Meter2 | 28.274 Km2 | 10.91677 Meilen2 | 304342416 Füße2

Von 100 Kilogramm Honig entnimmt der Imker 25 Kilogramm. Die restlichen 75 Kilo benötigen die Bienen für sich selbst.

Für ein Kilo Honig muss ein Bienenvolk drei bis fünf Millionen Blüten anfliegen und legt dabei insgesamt ca. 100 000 Flugkilometer zurück.

Zwei Teelöffel Honig produziert eine Arbeitsbiene in ihrem vier bis fünf Wochen langen Leben.

Ein Bienenvolk besteht aus etwa 60 000 Arbeitsbienen, einigen Hundert Drohnen und einer Königin.

Königinnen können bis zu 5 Jahre alt werden und während des Sommers täglich 1200 bis 2000 Eier legen.

DAS BIENENVOLK

Bienen leben in Völkern. Ein Bienenvolk funktioniert als gemeinschaftlicher Organismus, in dem verschiedene Aufgabenbereiche perfekt durchorganisiert und aufeinander abgestimmt sind.

Die unfruchtbaren Arbeiterinnen machen den Großteil des Bienenvolkes aus. Sie haben viele Aufgaben in unterschiedlichen Bereichen, von der Brutpflege bis hin zum Nektarsammeln.
Das einzige Weibchen im Bienenstock, das fähig ist, sich zu vermehren, ist die Königin. Sie legt pro Tag bis zu 2.000 Eier!
Die männlichen Tiere, die Drohnen, leben nur für einige wenige Wochen im Jahr. Ihre Lebensaufgabe ist es, die Königin auf ihrem Hochzeitsflug zu begatten. Dies bedeutet für die Drohnen meistens den Tod. Sollten sie sich diesem Schicksal allerdings entziehen, werden sie kurze Zeit später von den Arbeiterinnen aus dem Bienenstock vertrieben.

VOM EI ZUR BIENE

Nach der Begattung durch einen Drohn legt die Königin ihre Eier in die durch Arbeiterinnen gesäuberten Wabenzellen.
Wenn es sich um kleinere Zellen handelt, öffnet die Königin ihren Samenblasengang, in dem sie die Samen der Drohnen speichert, und befruchtet das Ei kurz vor dem Hineinlegen. Aus diesen befruchteten Eiern schlüpfen später Arbeiterinnen.
Ist die Zelle etwas größer, so hält die Königin ihren Samenblasengang geschlossen und legt ein unbefruchtetes Ei hinein, aus denen sich dann später die männlichen Drohnen entwickeln.
Um ein Ei für weitere Königinnen zu legen, benötigt es Königinnenzellen. Diese wird von den Arbeiterinnen deutlich größer als die anderen Zellen gebaut.

 

16 Tage und es wird eine Königin (weiblich)
Nach 1 Tagen als Ei, 7 als Larve und 8 als Puppe, schlüpft die Königin und tötet dann meistens ihre noch verpuppten Konkurrentinnen in deren Zellen.
Nach 21 Tagen schlüpft die Arbeiterin
Nach schon 21 Tagen schlüpfen die Arbeiterinnen.
Sie durchlaufen in ihrem Leben vier Abschnitte:

1. Abschnitt (1.-10. Tag): Ammenbiene
Die ersten drei Tage nutzt die Arbeiterin zur Körper- und Wabenpflege. Danach sind ihre Futtersaftdrüsen voll entwickelt und sie kann beginnen, den anderen bei der Fütterung der Brut zu helfen. Dies tut sie bis zum 10. Tag nach dem Schlüpfen.

2. Abschnitt (11.-18. Tag): Baubiene
Mit Hilfe des Wachses aus ihren Wachsdrüsen bauen die Arbeiterinnen die Waben. Gegen Ende der Phase bewegen sich die Arbeiterinnen immer mehr in Richtung des Fluglochs. Sie nehmen nun auch Nektar und Pollen entgegen. Um die Temperatur kühl zu halten, fächeln sie mit ihren Flügeln kühle Luft in den Bau, wenn es zu warm wird.

3. Abschnitt (19.-21. Tag): Wächterbiene
Wächterbienen bewachen das Flugloch des Bienenstocks. Sie besitzen nun eine voll entwickelte Giftdrüse. Kommt eine Wespe oder Hornisse dem Stock zu nahe, wird diese gemeinsam bekämpft. Die Arbeiterinnen werden in dieser Phase auch als Stockbienen bezeichnet.

4. Abschnitt (22.-30. Tag): Sammelbiene
In dieser Phase sammeln Arbeiterinnen mit Hilfe ihres Sammelbeines eiweißhaltige Pollen. Mit ihrem Saugrüssel und der Honigblase sammeln sie zuckerhaltigen Nektar und Wasser. Die überlebenswichtige Nahrung wird in den Bienenstock gebracht und verteilt.

 

24 Tage brauchen die Drohnen (männlich)

Nach ganzen 24 Tagen schlüpfen erst die männlichen Drohnen. Diese schlüpfen aus unbefruchteten Eiern.

Sie haben nur eine Aufgabe: Die Befruchtung von jungen Königinnen. Die Befruchtung findet außerhalb des Bienenstocks im Flug statt. Ein junge Königin wir im Durchschnitt von ca. 15 Drohnen befruchtet. Die Drohnen fliegen einmal am Tag (bei schönem und windstillem Wetter so gegen 14:00 Uhr) zum Drohnensammelplatz und warten dort auf junge Königinnen. Im Bienenstock werden die Drohnen von den Arbeiterbienen gefüttert und lassen es sich gut gehen. Aber sobald die Saison zu Ende geht und die Drohnen nicht mehr zum Befruchten junger Königinnen gebraucht werden (das ist ca. im Juli / August der Fall), werden die Drohnen aus dem Stock gejagt, da sie nun „nicht mehr zu gebrauchen sind“ und dienen Vögeln und Wespen als Futter.

Fakten zum Honig:

„83.000 Tonnen Honig wurden im Jahr 2014 nach Deutschland eingeführt, und nur 18.452 Tonnen die Eigenerzeugung deutscher Imker. Mexiko steuerte 15.400 Tonnen Honig zum Import bei und lag damit an der Spitze der Lieferländer. Mit weitem Abstand folgten die Ukraine mit 7.600 Tonnen, China mit 7.400 Tonnen und Argentinien mit 5.400 Tonnen.“

Quelle: www.diebiene.de

Wo ist der Unterschied von flüssigem und festem Honig …

 

Allgemein

Sobald der Wassergehalt des Nektars von den Bienen auf 15-18% reduziert wurde, ist die Reifung des Honigs abgeschlossen. Es kann geerntet werden.

 Zunächst ist jeder Honig, der frisch aus der Wabe kommt, flüssig. Da Honig physikalisch gesehen aber eine übersättigte Zuckerlösung ist, kommt es während der Lagerung zu einer spontanen Kristallisation. Die Kristallbildung (Geschwindigkeit und Struktur) ist dabei abhängig vom Zuckerspektrum (Glucose, Melezitose, Fructose, Maltose, Isomaltose, Saccharose, etc.), dem Wassergehalt, der Lagertemperatur und dem Vorhandensein von Kristallisationskeimen, wie Pollen, Wachspartikel, Luftblasen und Primärzuckerkristallen.

Naturbelassener Honig, der keiner Wärmebehandlung unterzogen wurde, kristallisiert innerhalb weniger Tage bis hin zu mehreren Wochen aus.

Zusätzlich bietet eine verantwortungsvolle Lagerung des Honigs dem Kristallwachstum perfekte Bedingungen. Überlässt man die Kristallisation dem Zufall, wird der Honig grobkristallin und nicht wirklich streichfähig. Ist dei Kristallbildung fortgeschritten, entstehen in größerem Maße sog. Honigblüten an den Rändern des Glases (ähnlich der Eisblüten im Winter). Da hier der Wassergehalt im Glas differieren kann, ist eine spontane Gärung nicht ausgeschlossen.  Es liegt daher im Interesse des Imkers, diesen Prozess zu unterstützen. Durch eine schonende Verarbeitung (siehe: Manipulation des Kristallgitters) erhält man ein feines und hochwertiges Endprodukt. Flüssiger Honig kann somit nur innerhalb eines kurzen Zeitraumes nach der Ernte angeboten werden.  Reinrassige Sortenhonige wie Linde, Robinie, oder Wald-/Blatthonig, u.a. bilden hier allerdings eine Ausnahme.

Wassergehalt, Zusammensetzung und Lagertemperatur

Ein niedriger Wassergehalt (bis ca. 18%) ist wichtig, damit ein intensiver Geschmack und eine lange Haltbarkeit garantiert werden kann. Durch den von den Bienen eingetragenen Pollen werden natürlich vorkommende Hefen eingebracht. Bei einem zu hohem Wasseranteil (ab ca. 20%) können wilde Hefen zu einer spontanen Gärung führen und den Honig in kurzer Zeit ungenießbar machen. Solche Honige, mit einem Wasseranteil von über 20% dürfen deshalb nur als sog. Backhonige mit kurzem MHD in den Umlauf gebracht werden.

Allgemein gilt:

  • Honige mit einem Wassergehalt von 14-18% haben eine starke Neigung zur Kristallisation.
  • Honige mit einem Wassergehalt von 18-20% zeigen eine abnehmende Tendenz zur Kristallisation.

Glucosehaltige Honige wie z.B. Rapshonig, beginnen innerhalb weniger Tage an zu kristallisieren. Der Sättigungspunkt liegt bei 32g pro 100g, ab dem der Honig auskristallisiert.

Bei Sommerblütenhonigen liegt der Glucosegehalt häufig unter dem Wert der Sättigungskonzentration, weswegen diese Honige lange flüssig bleiben. Solche Honige, wie z.B. Robinie oder Linde, können somit über Monate hinweg flüssig bleiben. Welche genaue Zuckerzusammensetzung im Honig vorhanden ist, kann man allerdings nur durch aufwändige Laboruntersuchungen analysieren. Als Beispiel können andere Zuckerarten, wie der Dreifachzucker Melezitose, zur Kristallbildung führen, womit sich die Menge der Kristallisationskeime erhöht. Ebenso hat die Arbeitsweise des Imkers Einfluss auf die Kristallbildung. Enthält der geerntete Sommerblütenhonig z.B. einen gewissen Anteil aus der Frühtracht, steigt die Sättigungskonzentration.

Somit kann es passieren das Honig entgegen der Erfahrung des Imkers früher kristallisiert als erwartet. 

Auch bei der empfohlenen Lagertemperatur liegt der Imker im optimalen Bereich für die Kristallisation.

Allgemein gilt:

  • 4-5 °C ist optimal für die Kristallkeimbildung
  • 14-16 °C zeigt ein optimales Kristallwachstum
  • um 25 °C nimmt die Kristallisation ab und
  • über 30 °C schmelzen die Kristalle